KI für neue Führungskräfte: Gespräche und Präsentationen sicher vorbereiten
Neue Führungskräfte können KI als Übungs- und Denkpartner nutzen: um schwierige Gespräche durchzuspielen, Feedback zu strukturieren oder eine Präsentation auf Einwände zu prüfen. Wichtig sind drei Regeln: keine echten Personaldaten in nicht freigegebene Werkzeuge, Ergebnisse immer selbst prüfen und Entscheidungen über Menschen nie der KI überlassen.
Ohne Technikkurs. Es geht darum, wie KI die Aufgaben unterstützt, die neue Führungskräfte ohnehin haben.
Fünf Einsatzfelder im Führungsalltag
KI ersetzt hier keine Führungsaufgabe. Sie macht die Vorbereitung schneller und gibt dir einen Übungspartner, der immer Zeit hat.
Gespräche durchspielen
Die KI übernimmt die Rolle des Gegenübers und bringt typische Einwände, etwa in einem Kritikgespräch.
Feedback strukturieren
Stichpunkte zu einer Beobachtung werden zu einer klaren Rückmeldung mit Beobachtung, Wirkung und Erwartung.
Präsentationen prüfen
Welche Fragen wird die Geschäftsführung stellen? Wo ist die Argumentation schwach?
Besprechungen vorbereiten
Agenda entwerfen und freigegebene Notizen zusammenfassen.
Selbstreflexion
Eine schwierige Situation aus mehreren Perspektiven betrachten, bevor du reagierst.
Was nicht in die KI gehört
Viele Unternehmen haben noch keine klaren Regeln. Diese Grenzen gelten unabhängig davon, welches Werkzeug ihr nutzt.
Namen und Personaldaten
Keine Namen, Gesundheitsangaben, Gehälter oder Beurteilungen in nicht freigegebene Werkzeuge eingeben.
Vertrauliche Unternehmensdaten
Kundendaten, Verträge und interne Zahlen nur in Systemen, die euer Unternehmen freigegeben hat.
Entscheidungen über Menschen
Beförderungen, Abmahnungen oder Bewertungen sind Aufgabe der Führungskraft, nicht der KI.
Ungeprüfte Ergebnisse
KI-Texte können falsch, einseitig oder von Vorurteilen geprägt sein. Jede Ausgabe wird vor der Nutzung geprüft.
Ein Kritikgespräch mit KI vorbereiten
Der Unterschied liegt fast immer in der Eingabe: anonym, auf die Situation bezogen, ohne Urteil über die Person.
Wie KI in unseren Programmen vorkommt
KI macht etwa zehn bis zwanzig Prozent der Lernzeit aus. Sie ist Werkzeug für Übung und Vorbereitung, nicht das eigentliche Thema.
- KI-Startpaket in First 90 Gespräche mit freigegebenen Werkzeugen vor- und nachbereiten.
- KI-Monat in First 180 Jede Person entwickelt einen sicheren Anwendungsfall aus dem eigenen Bereich.
- Klare Regeln Wir arbeiten mit anonymisierten oder erfundenen Fällen und mit den Werkzeugen, die euer Unternehmen freigibt.
Häufige Fragen zu KI im Führungsalltag
Praktische Antworten, keine Rechtsberatung.
Vor allem bei der Vorbereitung: Gespräche durchspielen, Feedback klar formulieren, Präsentationen auf Einwände prüfen und Besprechungen strukturieren. KI spart dabei Zeit und bietet einen Übungspartner, der jederzeit verfügbar ist. Das Gespräch selbst, das Urteil über Menschen und die Verantwortung bleiben bei der Führungskraft.
Beschreibe die Situation anonym, also ohne Namen und Personaldaten, und bitte die KI, die Rolle des Gegenübers zu übernehmen, inklusive typischer Einwände. Führe das Gespräch schriftlich oder per Sprache und lass dir danach Rückmeldung zu Klarheit und Ton geben. Wiederhole es mit einer schwierigeren Variante.
In nicht freigegebene Werkzeuge gehören keine personenbezogenen Daten: keine Namen, Gesundheitsangaben, Gehälter, Beurteilungen oder Inhalte aus Personalakten. Welche Werkzeuge mit welchen Daten genutzt werden dürfen, regelt jedes Unternehmen in eigenen Richtlinien. Im Zweifel anonymisieren oder ein erfundenes Beispiel verwenden.
KI-Ausgaben können falsch, einseitig oder von Vorurteilen geprägt sein, und sie sind schwer nachvollziehbar. Für Entscheidungen über Menschen ist das ein Problem, rechtlich wie menschlich. Deshalb gilt: KI darf beim Vorbereiten und Strukturieren helfen, über Beförderung, Bewertung oder Kündigung entscheidet die Führungskraft selbst.
Nein. Für die beschriebenen Einsatzfelder reicht es, klare Anweisungen zu formulieren und Ergebnisse kritisch zu prüfen. Wichtiger als Technik ist Urteilsvermögen: Was ist eine gute Rückmeldung, was eine faire Entscheidung? Genau das trainieren wir zusammen mit dem Werkzeug.
KI-Kompetenz als Teil der Führungskräfteentwicklung
In unseren Programmen lernen neue Führungskräfte, KI sicher für Gespräche und Präsentationen zu nutzen, mit den Werkzeugen, die euer Unternehmen freigibt. Im Erstgespräch klären wir den Rahmen.